Aktuelles

Zur Verstärkung unseres hauptamtlichen Teams suchen wir eine

Koordinationskraft

in Teilzeit (mind. 30 Wochenstunden) oder Vollzeit (39 Wochenstunden)

Detaillierte Informationen finden Sie hier.


  Zum achten Mal hat er stattgefunden – und wieder konnte er als Erfolg verbucht werden: der Seniorentag der Stadt Altötting. Zwar war die Zahl der Besucher im Vergleich zur letzten Auflage 2017 leicht rückläufig, mit etwa 1000 aber immer noch respektabel.

Ein Garant für das Gelingen war die große Zahl der Aussteller. 30 von ihnen hatten sich in der Turnhalle der Weiß-Ferdl-Mittelschule eingefunden. Besonders breit war das Spektrum des Gesundheitswesens, auch die Bereiche Freizeit und behindertengerechtes Wohnen waren stark vertreten. Angesichts dieser Vielfalt konn-ten sich die Senioren umfassend informieren. Dafür hatte der Seniorenbeirat mit seiner rührigen Vorsitzenden, Seniorenreferentin Luise Hell, gesorgt.

Für das passende musikalische Ambiente sorgten Schüler der Berufsfachschule für Musik. Unter den Besuchern waren neben Schirmherr Bürgermeister Herbert Hofauer auch 2. Bürgermeister Wolfgang Sellner, MdL Martin Huber, Konrad Heuwieser in Vertretung von Landrat Erwin Schneider, zahlreiche Stadträte, Stadtpfarrer Prälat Günther Mandl und sein evangelischer Amtsbruder Klaus Göpfert sowie der neue Leiter der Mittelschule, Rainer Langseder.

Auch über das Angebot des Hospizvereins konnten sich die
Besucher in der Turnhalle der Weiß-Ferdl-Mittelschule kundig machen. −Fotos: Keil

„Es ist uns durchaus bewusst, dass wir unseren älteren Bürgerinnen und Bürgern viel zu verdanken haben, daher ist es für uns auch Verpflichtung für die in unserer Stadt lebenden Menschen Sorge zu tragen“, sagte Bürgermeister Herbert Hofauer und würdigte die „wertvolle Arbeit“, des Seniorenbeirates. Für diesen sagte Luise Hell, für das Gelingen des Seniorentages entscheidend seien die Aussteller: „Ob Geschäft oder Sozialverband, sie füllen diesen Raum mit ihren zahlreichen Angeboten und zeigen uns ihr Knowhow.“

Für ein informatives Rahmenprogramm war ebenfalls gesorgt. Drei Referenten trugen dazu bei und sorgten für einen stets vollen Vortragsraum: Dr. Johannes Spes sprach über Palliativmedizin, Ernährungswissenschaftlerin Manuela Tischler über „genussvolle, gesunde und alltagstaugliche Ernährung für Senioren“ und Fahrlehrerin Gabi Stelz über Neuerungen im Straßenverkehr.

Farbtupfer im ganztägigen und von den Besuchern sehr gelobten Programm war auch in diesem Jahr die Verlosung, bei der es als Hauptpreise Plättenfahrten auf der Salzach zu gewinnen gab. Weil die Besitzer vieler Losnummern nicht anwesend waren, brauchte es oft mehrere Ziehungen, bis die Preise an den Mann respektive die Frau gebracht waren. Die Plättenfahrten gewannen schließlich Hartmuth Beinert, Marianne Demmelhuber, Franz Hager, Margarethe Mayerhofer, Mathilde Feuchtgruber und Teresia Hütter.−jok/ Quelle PNP


43 ehrenamtliche Hospizbegleiterinnen hat der Hospizverein Altötting derzeit – und es sind tatsächlich nur Frauen, wie Tanja Zimmermann, Koordinatorin des Vereins, erklärt. Nahezu alle Begleiterinnen seien bereits im Ruhestand und eben weiblich. Bei den Patienten wiederum, die von den derzeit 40 aktiven Begleiterinnen betreut werden, sei das Geschlechterverhältnis ausgeglichen.

Bei männlichen Patienten werde der Umgang mit dem Tod stärker verdrängt als bei Frauen, beobachtet Dr. Johannes Spes. Er ist Leitender Oberarzt für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin im Klinikum Altötting und Vorsitzender des Hospizvereins. Für viele Männer sei es immer noch „eine Art Tabuthema“. Und das nicht nur bei den Patienten: Auch im Ehrenamt halten sich Männer bisher zurück. Dabei würden sich Vorstand und Team des Hospizvereins über männliche Begleiter freuen.

So vielfältig wie die Patientenbedürfnisse und deren Familienkonstellationen sind, könne also durchaus manchmal ein Mann eine gute Vertrauensperson darstellen, meint Spes. Den expliziten Wunsch habe bisher zwar noch kein Patient geäußert, dennoch könnten Geschlecht und Altersgruppe die Vertrauensbasis zwischen Patient und Begleiter beeinflussen.

Zu den Kernkompetenzen des Hospizbegleiters gehören Empathie, Selbstvertrauen und die mentale Stärke, sterbende Menschen auf ihrem letzten Weg zu begleiten. Dabei gehe es nicht immer um viele Worte, sondern oft einfach nur um die bloße Anwesenheit. Nichtsdestotrotz sind das Sprechen über und das Miterleben von Tod und Sterben generell belastend, zumal die Begleiter lernen müssen, eine Grenze zwischen persönlichen Problemen und denen der Patienten zu ziehen. Daher absolvieren angehende Begleiter eine einjährige Ausbildung. Darin sind unter anderem Selbstfürsorge, palliativmedizinische Grundlagen und Praxiseinheiten in Altenheimen integriert. Manchmal liefen die Begleitungen, für die die Mitglieder nach dem Kurs qualifiziert sind, über mehrere Jahre, manchmal nur während des allerletzten Lebensabschnittes.

Obwohl viele Entwicklungen in eine ausgeglichenere Richtung steuern, sind Männer in sozialen Feldern noch deutlich unterrepräsentiert. Engagement in Bereichen, in denen besonderes Einfühlungsvermögen gefragt ist, sei irrtümlicherweise oft noch als „Frauensache“ abgestempelt, meint Tanja Zimmermann. Das bedauere sie auch deshalb, weil die Rückmeldungen der Hospizbegleiterinnen zeigen, dass das Ehrenamt eine große Bereicherung für das eigene Leben sei. Es erweitere den Blickwinkel und beleuchte ein Thema, das gesellschaftlich höchstens im Dämmerlicht gehalten wird.

Die Vorstandschaft, die im Gegensatz zum Rest des Teams zu hundert Prozent männlich ist, bemühe sich um Öffentlichkeitsarbeit. Sie sei auf Seniorentagen, Fortbildungen und dem Altöttinger Tillymarkt vertreten, gehe in Schulen und kooperiere mit der Katholischen Erwachsenenbildung. Im Moment finde eine neue Ausbildungsrunde statt, bei der einer von sechs Nachwuchsbegleitern männlich sei, so Zimmermann. „Junge Menschen und männliche Interessenten wären natürlich toll „, sagt sie in Hinblick auf die nächste Ausbildung.

Dem Hauptanliegen des Vereins sollte nämlich jede Altersgruppe, ganz gleich ob Mann oder Frau, etwas abgewinnen können: Für schwer kranke Menschen da sein und sich füreinander Zeit nehmen, resümiert Spes.

Simone Kamhuber / Quelle PNP


800 Euro für Hospizverein Altötting

Garching. Der Musik werden viele positive Eigenschaften zugesprochen. Beim kürzlich stattgefundenen Hoagartn des katholischen Frauenbundes Garching verhalf die Musik dem Hospizverein Altötting zu einem „warmen Regen“. Nachdem die Sänger und Musikanten ohne Gage beim Hoagartn auftraten, stand für freiwillige Spenden der 140 Besucher ein Körbchen bereit, dessen Inhalt wie in jedem Jahr einer sozialen Einrichtung zugute kommt. Heuer war es der Hospizverein Altötting, dem das Geld zufließen sollte. Und die Gäste der Veranstaltung ließen sich nicht lumpen: Am Ende des Hoagartns konnten 676 Euro gezählt werden. Diese Summe erhöhte der Frauenbund auf runde 800 Euro. Groß war die Freude über diesen Betrag, als kürzlich die Übergabe des Erlöses an den Vorstandsvorsitzenden des Altöttinger Hospizvereins, Dr. Johannes Spes (rechts), erfolgen konnte. Begleitet von seinen Mitarbeiterinnen Tanja Zimmermann (links) und der ehrenamtlichen Hospizmitarbeiterin Ina Heinl (3.v.l.) nahm er aus der Hand des Frauenbund-Leitungsteams mit Luise Peiß (4.v.l.) und Rosmarie Starzl (2.v.l.) den symbolischen Scheck entgegen. Wie Dr. Johannes Spes informierte, sind beim Hospizverein Altötting über 40 ehrenamtliche Helfer im Einsatz, die bei der Begleitung von Schwerstkranken, Sterbenden und deren Angehörigen, Trauernden sowie in verschiedenen Selbsthilfegruppen zur Seite stehen. Insgesamt legen die Ehrenamtlichen jährlich Wege von 30000 Kilometer zurück, um zu ihren Einsätzen in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder Familien zu gelangen. „Vieles im Hospizverein muss über Spendengelder finanziert werden, deshalb sind wir für solche Zuwendungen besonders dankbar“, sagte Dr. Spes und drückte dem Frauenbund seinen Dank aus. Die Idee, den Erlös dem Hospizverein zur Verfügung zu stellen, kam von der Volksmusikantin Rosi Ranzinger (2.v.r.), die den jährlichen Frauenbund-Hoagartn organisiert und bereits persönlich gute und unvergessliche Unterstützung durch die Hospizarbeit erfahren durfte. − an/Foto: Anwander / Quelle PNP


Burghausen. Den Hospizverein Altötting zu unterstützen, ist für Katalin Harrer eine Herzensangelegenheit. Zum insgesamt fünften Mal übergab die Burghauser Künstlerin einen Scheck an den Hospizverein. Heuer freute sich Dr. Johannes Spes, Vorsitzender des Hospizvereins, über einen Betrag von 850 Euro.

„Das Geld stammt von einem Kunstmarkt in meiner Garage, bei dem ich meine Bilder und selbst gestalteten Geschenkkarten angeboten habe“, erzählt die Künstlerin. Bereits einen Tag vor offiziellem Beginn hätten junge Leute sich erkundigt, ob sie denn schon früher kommen dürften. „Und dann haben sie acht Bilder gekauft. Das hat mich sehr gefreut“, sagt Katalin Harrer.

„Während dem Kunstmarkt haben sogar einige einen Zehner oder Zwanziger in die Spendenbox geworfen, obwohl sie nicht einmal Bilder gekauft haben.“ Mit der Spende will sie die Arbeit des Hospizvereins unterstützen. „Ich bringe es nicht übers Herz, alte, kranke Menschen einsam zu sehen. Viele haben niemanden, der einfach mal die Hand hält“, so Harrer. Daher ist in ihren Augen der Hospizverein so wichtig, um kranken Senioren ihren Lebensabend zu verschönern.

Dr. Johannes Spes nahm die Spende dankend entgegen, sie fiel diesmal sogar 170 Euro höher aus als im vergangenen Jahr. „Das Geld kommt kranken Menschen und ihren Angehörigen zugute. Wir verwenden es, um unsere Ehrenamtler fortzubilden und die laufenden Kosten zu decken“, so der Vorsitzende. 30000 Kilometer legen die ehrenamtlichen Helfer nach Angaben von Spes jährlich zurück. Das Geld könne man deshalb sehr gut gebrauchen.

Den Spenden-Scheck hat Katalin Harrer selbst entworfen und mit der Breitfeder kunstvoll umgesetzt. Das will sie auch im nächsten Jahr wiederholen. „Wenn nichts dazwischenkommt, spende ich 2020 wieder.“ − sme / Quelle pnp


1000 Euro Spende an den Hospizverein

Burghausen. Eine Spende von 1000 Euro übergab die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) in Person von Beisitzerin Dagmar Wassergrab (l.) und der Vorsitzenden Sabine Krause-Lackerbauer (r.) an den Hospizverein in Person von Dr. Günther Zahn (M.). Der Schwerpunkt des Hospizvereins liegt bei der Sterbebegleitung, aber auch Selbsthilfegruppen für Eltern und Angehörige die traumatisierende Erlebnisse durchgemacht haben sind weitere Aufgabengebiete der rund 42 ehrenamtlichen Helferinnen und der sechs Auszubildenden. Das Geld für die Spende kam durch einen Benefizabend zu Stande. „Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben.“ (Cicely Saunders). Der Beginn der Hospizbewegung geht auf die Krankenschwester, Sozialarbeiterin und Ärztin Dame Cicely Mary Strode Saunders zurück. Nach dem Zweiten Weltkrieg befand sie es als unbegreiflich, dass sich niemand um die Familien kümmerte, die Eltern, Geschwister oder Kinder verloren hatten. Daraufhin gründete sie das erste Hospiz in Sydenham (im Süden von London) unter dem Namen St. Christopher‘s Hospice. In Altötting wurde vor zwei Jahren 20-jähriges Jubiläum gefeiert. Die Regelung besagt, dass ein neues Hospiz erst nötig ist, wenn zum Nächstgelegenen mehr als 40 km zu fahren sind. Diese Anforderung wurde schon des öfteren diskutiert und hinterfragt. Aktuell sind 310 Personen Mitglied. − frd/ Foto: Sigl/Quelle pnp


Weiterbildung der Hospizbegleiter auf der Fraueninsel

Im Juni trafen sich Hospizbegleiterinnen und Koordinatorinnen des Hospizverein im Landkreis Altötting e.V. im „Kloster Frauenwörth“ auf der Fraueninsel zum gemeinsamen Nachdenken und Lernen.

Unter dem Motto „Den Tod bedenken—das Leben Verstehen“ verbrachten die 24 Teilnehmer die Fortbildung mit dem Referenten Konrad Haberger (Dipl. Theologe | Fachbereichsleiter Gemeindecaritas) in der besonderen Atmosphäre des Klosters Frauenwörth.

Bewegung, Gespräche und spirituelle Impulse gaben Gelegenheit, bei sich selbst anzukommen und aufzutanken. Das herrliche Sommerwetter forderte viel Disziplin von den Teilnehmern, doch manche Übung ließ sich auch gut beim Spaziergang über die Insel umsetzen.

Nach dem Mittagessen ließ man den Tag unter anderem mit Gedichten, vorgetragen unter der ältesten Linde Deutschlands, ausklingen.

Der Auszeittag dient einerseits als komplexe Bildungseinheit für bereits in der Sterbebegleitung tätige Begleiter. Er ist aber auch ein Dank des Vereins an die aktiven Ehrenamtlichen für all die Zeit, die sie im Verlauf eines Jahres unentgeltlich zur Verfügung stehen.

Hierzu gehen die Hospizbegleiter in Familien, begleiten in den Altenheimen oder Kliniken.

Wer sich für die Arbeit des Vereines oder die Ausbildung zum Hospizbegleiter interessiert, kann sich auf der Homepage oder direkt im Büro des Vereins informieren.


 

1000 Euro Spende für den Hospizverein Altötting

Burghausen. Es ist mittlerweile schon Tradition, dass die Fußballabteilung des TV 1868 die Startgelder der Mannschaften, die bei der Fußball-Stadtmeisterschaft antreten, für wohltätige Zwecke spendet. 500 Euro kamen dieses Jahr zusammen, Bürgermeister Hans Steindl stockte den Betrag auf 1000 Euro auf: „Es ist uns sehr wichtig, den Hospizverein zu unterstützen, denn er leistet einen sehr großen Beitrag in unserer Gesellschaft.“ Vorstandsmitglied des Hospizvereins, Dr. Günther Zahn, freute sich sehr über die Spende und bedankte sich auch bei den Ausrichtern des TV 1868. „Über die Jahre sind bereits etwa 30000 Euro für den guten Zweck zusammengekommen“, berichtet der Leiter der Abteilung Fußball, Richard Noll. Der Vorsitzende des TV 1868, Norbert Stranzinger, zeigte sich stolz, ein so gutes Team in der Fußballabteilung zu haben, das sich mit so zahlreichen Helfern selbstlos um die Organisation und die Verpflegung über die ganze Zeit der Stadtmeisterschaft kümmert. Den Scheck übergaben Bürgermeister Hans Steindl (2.v.l.), Richard Noll (3.v.l.) und Norbert Stranzinger (r.) vom TSV 1868 an Dr. Günther Zahn (l.) vom Hospizverein Altötting. − red/Foto: Stadt/Obele

Trost für Todkranke

Hospizhelferin Helga Senyk erhält Bundesverdienstmedaille

Eine besondere Auszeichnung für besondere Verdienste: Landrat Erwin Schneider (von links) heftete Helga Senyk im Beisein von Altöttings Bürgermeister Herbert Hofauer die Verdienstmedaille an. −Foto: Schwarz

Eine besondere Auszeichnung für besondere Verdienste: Landrat Erwin Schneider (von links) heftete Helga Senyk im Beisein von Altöttings Bürgermeister Herbert Hofauer die Verdienstmedaille an. −Foto: Schwarz

Altötting. Im Auftrag von Bundespräsident Frank Walter Steinmeier hat Landrat Erwin Schneider am Dienstag Helga Senyk aus Altötting im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Landratsamt für ihre „außerordentlichen sozialen Verdienste“ um die Hospizbe- wegung mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

„Diese Arbeit ist nicht hoch genug einzuschätzen“, urteilte Landrat Schneider über das Ehrenamt, dem sich Helga Senyk verpflichtet fühlt: Seit der Gründung des Vereins 1997 ist sie Hospizhelferin für Sterbende und deren Angehörige. Dieser Tätigkeit geht sie vorwiegend im häuslichen Bereich nach. Allgemeines und theoretisches Wissen habe sich die Hausfrau und Mutter in Fortbildungen angeeignet, „doch wie man Todkranken Hoffnung und Trost spendet, kann einem niemand beibringen. Helga Senyk trägt diese Eigenschaft in sich“, heißt es in der Laudatio.

Die Geehrte stehe Schwerstkranken und ihren Angehörigen „mit großer Kraft und immensem Einfühlungsvermögen“ bei. In ihrer über zwei Jahrzehnte währenden Tätigkeit habe sie zahllosen Menschen in ihren schwersten Stunden geholfen. Wobei sie aber auch immer die Angehörigen im Blick habe. Durch die Sterbebegleitung erführen diese Entlastung und auch tätige Hilfe, wenn es um Fragen rund um das Thema Tod gehe. „In vielen persönlichen Schicksalen hat Frau Senyk zugehört, Rat gegeben und Mut gemacht“, so Schneider.

Die Verdienstmedaille sei eine angemessene Anerkennung der ehrenamtlichen Leistung, sagte der Landrat. Mit dieser Auszeichnung werde auch die Arbeit der Hospizbewegung als Ganzes gewürdigt. Neben ihrer Arbeit mit den Kranken und ihren Angehörigen engagiert sich Helga Senyk auch noch in der Vorstandschaft des Hospizvereins Altötting, dem sie als Beiratsmitglied angehört. − ecs

STICHWORT Der Hospizverein Altötting e.V. wurde 1997 gegründet. Im Mittelpunkt der Hospizarbeit stehen schwerstkranke und sterbende Menschen sowie deren Angehörige mit ihren Bedürfnissen und Rechten. Ziel ist die Verbesserung bzw. Aufrechterhaltung der Lebensqualität Sterbender bis zuletzt. Dazu bedarf es der Behandlung des Schmerzes, körperlicher Beschwerden, der lindernden medizinischen und pflegerischen Betreuung und der psychosozialen Begleitung in einem multidisziplinären Team. Fachliche Unterstützung geschieht durch Ärzte, Pflegekräfte, Psychologen, Seelsorger, Sozialarbeiter und andere Therapeuten. Wichtiger Bestandteil der Hospizbewegung ist der Dienst Ehrenamtlicher. Im Rahmen der Fortbildung gibt es aktuell ein neues Angebot: „Der Letzte-Hilfe-Kurs“ will „das kleine Einmaleins der Sterbebegleitung“, also das Umsorgen von schwerkranken und sterbenden Menschen am Lebensende, vermitteln. Termine sind die Montage 18. und 25. März, jeweils ab 19 Uhr im Alten- und Pflegeheim St. Klara in Altötting, Herzog-Arnulf-Straße 10. Anmeldung unter E-Mail biller@hospizverein-aoe.de oder Telefonnummer08671/884616. Allgemeine Infos: www.hospizverein-aoe.de

Altersteilzeit für den guten Zweck

Benefizkonzerte der Konradis erbrachten einen Reinerlös von 17 000 Euro

Burghausen/Altötting. Gut gelaunt präsentierten sich die acht Sänger des Burghauser Vokalensemble „Die Konradis“ am vergangenen Mittwoch bei der Programmvorstellung der KEB-RIS im Dekanatshaus Altötting.

Im Rahmen dieser Veranstaltung unter der Federführung von KEB-Geschäftsführer und „Konradi“ Reinhold Sterflinger überreichte die Burghauser „Boy Group“ den Reinerlös seiner letztjährigen fünf Benefizkonzerte. Knapp 1500 Zuschauer besuchten im November 2018 das elfte Bühnenprogramm der Konradis, das unter dem Titel „Altersteilzeit“ stand, und trugen mit ihrem Konzertbesuch und ihren Spenden zum großen caritativen Erfolg der Veranstaltung bei. So konnten „Die Konradis“ nun jeweils 5000 Euro an die Vertreter der Vereine „Frauen helfen Frauen Burghausen“ und „Hospizverein im Landkreis Altötting e.V.“ überreichen. 7000 Euro erhielt das Burghauser Projekt „Wasser für Carmargo“.
Wer den musikalischen Ausflug der Konradis in die Welt der „Altersteilzeit“ verpasst hat oder nochmal erleben möchte, kann dies in Burgkirchen nachholen. Am 27.Februar treten „Die Konradis“ um 19.30 Uhr im Bürgerzentrum auf. Der Reinerlös des Konzerts wird diesmal der Evangelischen-Lutherischen Kirchengemeinde Burgkirchen für die Dachsanierung der evangelischen Dreifaltigkeitskirche zur Verfügung gestellt. Einlass ist ab 18.30 Uhr. Eintrittskarten sind im Bürgerzentrum Burgkirchen oder online unter inn-salzach-ticket.de erhältlich. − red

4000 Euro für gemeinnützige Zwecke

„Das gönn’ ich mir jetzt“, beschloss Claudia Ehrenschwendtner und setzte damit einen Gedanken in die Tat um, den sie seit 35 Jahren mit sich trägt, nämlich Schreinerin zu werden. Die 52-jährige Burgkirchnerin wird bei einer Schreinerei in Asten eine Ausbildung beginnen. Damit einher ging die Aufgabe des Floristikcafés im Burgkirchner Gewerbegebiet Hecketstall. Beim Ausverkauf mit anschließendem Flohmarkt am Ende des vergangenen Jahres wurde Claudia Ehrenschwendtner auch zur Gönnerin in Bezug auf andere. Denn aus diesen Einnahmen spendete die Geschäftsfrau insgesamt 4000 Euro für gemeinnützige Zwecke. Auf ihr Vorhaben hatte Claudia Ehrenschwendtner die Kunden beim Ausverkauf schon aufmerksam gemacht, was dazu führte, dass manche auf die Kaufsumme noch eine Spende drauflegten. Mit Beginn des neuen Jahres ist das Floristikcafé geschlossen. In diesen Tagen kam es zur Spendenübergabe von jeweils 2000 Euro an den Hospizverein im Landkreis Altötting und an den Verein „Suibamoond“. Dankbar nahmen die Spendenschecks von Claudia Ehrenschwendtner (2.v.rechts) in Empfang: Dr. Günther Zahn (links), Vorstandsmitglied im Hospizverein, Ute Hauptenbuchner (2.v.links), im Hospizverein verantwortlich für die Einsatzplanung und Koordination der Ehrenamtlichen, und Vereinsvorsitzender Alfons Hasenknopf (rechts). Dr. Zahn kündigte an, das Geld für die Weiterbildung von Hospizbegleitern zu verwenden, Hasenknopf will die Spende für Präventionsmittel und alternative Therapien einsetzen. Der Musiker ist Gründer der Hilfsorganisation „Suibamoond“. Dieser eingetragene Verein unterstützt Kinder und Jugendliche, die körperliche, seelische oder sexuelle Gewalt erlebt haben. Das Floristikcafé war im Jahr 2011 aus der Kompost Burgkirchen GmbH heraus entstanden, in der Claudia Ehrenschwendtner und Markus Neubauer (Mitte) gleichberechtigte Teilhaber sind. Markus Neubauer wird die Kompostanlage unverändert weiterführen. Den Entschluss zur Spende fassten Claudia Ehrenschwendtner und Markus Neubauer gemeinsam. − ge/Foto: Gerlitz / Quelle PNP

Den letzten Weg „gemeinsam gehen“

Wanderausstellung des Gesundheitsministeriums bis 7. Dezember im Rathaus zu sehen

24.11.2018 | Stand 23.11.2018, 17:24 Uhr | Quelle: PNP

Das Thema „Sterben“ unter die Leute bringen – das ist ein Ziel der Ausstellung des Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege, die der Hospizverein im Landkreis nach Neuötting geholt hat. −Foto: Lambach

 

Neuötting. Das ist sicher: Diese Ausstellung geht jeden an. „Gemeinsam gehen“ nennt sich die Wanderausstellung des Bayerischen Ministeriums für Gesundheit und Pflege, die sich mit dem letzten Weg eines Menschen beschäftigt und auf Initiative des Hospizvereins im Landkreis Altötting nach Neuötting geholt worden ist: „Wege der Sterbebegleitung und Versorgung für Schwerstkranke und Angehörige“.

Der Satz „sterben gehört zum Leben“ – so einfach er klingt, so schwer ist er doch zu akzeptieren. Das Thema Tod und sterben ist keines, über das man so einfach spricht. Gestorben wird heute meist im Krankenhaus oder in einer stationären Pflegeeinrichtung. Dabei wünschen sich die meisten Menschen, zu Hause sterben zu dürfen, schreibt das Gesundheitsministerium zur Ausstellung. Dabei brauchen Menschen, so weiß man beim Hospizverein, der in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiert, am Ende ihres Lebenswegs nicht in erster Linie Intensivmedizin, sondern vor allem Linderung von Schmerzen und einfühlsame Betreuer, die, so schreibt Stephanie Biller vom Hospizverein, „um die seelische Auseinandersetzung Sterbender wissen oder sie erahnen und die innere Bereitschaft haben, das Leid mit auszuhalten, soweit möglich mitzutragen und den letzten Weg ,gemeinsam zu gehen‘“. Das Staatsministerium will mit der Ausstellung „Mut machen, anderen Menschen in dieser schweren Zeit beizustehen, aber auch, sich mit dem eigenen Tod auseinanderzusetzen. Themen der Ausstellung sind Sterbebegleitung zuhause, in Pflegeeinrichtungen oder stationären Hospizen, die Hospizarbeit im Krankenhaus, die Ethik der Hospizarbeit und die Rolle der Angehörigen − die Ausstellung soll unter anderem auch dazu beitragen, sich für die Hospizarbeit zu interessieren oder sich zu engagieren. Ein weiterer Bereich widmet sich der Trauerarbeit. Hospizhelfer und Betroffene schildern in der Ausstellung ihre Eindrücke und Erlebnisse und vermitteln ein eindrucksvolles Bild der Hospizbewegung“, so das Ministerium.

So ist in der Ausstellung unter anderem der Satz zu lesen: „Nie wollte ich so sterben wie meine Schwester: Allein, monatelang auf der Intensivstation und nur noch durch Schläuche ernährt.“ Dem vorzubeugen, dabei hilft zum Beispiel eine Patientenverfügung. Doch auch hier gilt: Man muss sich mit dem Thema auseinandersetzen wollen.

Bürgermeister Peter Haugen-eder sagte bei der Ausstellungseröffnung im Lichthof des Rathauses, das Thema werde in allen Familien irgendwann aktuell – auch mit dem Stichwort Vorsorgevollmacht. Es sei gut, dass man diese Ausstellung im Rathaus gewissermaßen „nebenbei“ besuchen könne, ohne dafür eigens in ein Museum gehen zu müssen.

Der Vorsitzende des Hospizvereins im Landkreis Altötting, Dr. Johannes Spes, freute sich über das große Interesse an der Eröffnung – es waren an die 40 Gäste zugegen – und das Interesse an dem Thema, „das ja doch nicht ganz leicht ist“. Wichtig sei es, „den letzten Weg ein bisschen zu beschreiben und was auf diesem letzten Weg an Unterstützung möglich“ sei. Spes sagte auch: „Wie eine Gesellschaft mit ihren Sterbenden umgeht, das lässt rückschließen auf den gesamtgesellschaftlichen Umgang mit den Menschen“. Dabei dürfe man auch die „sozial zu kurz Gekommenen“ nicht im Stich lassen. Insgesamt sprach er von einer „sehr schönen Ausstellung“ und zeigte sich auch „dankbar für die Förderung der Hospizbewegung, die aus dem Landkreis nicht mehr wegzudenken ist“.

Sein Dank galt auch den vielen Ehrenamtlichen, die immer da seien, „um die Menschen auf ihrem letzten Weg zu begleiten“. Spes wünschte den Besuchern „viel Freude beim Durchgehen durch die Ausstellung“ zum Thema letzter Weg.

Das mag auf den ersten Blick ein bisschen zynisch klingen – aber wenn es denn nur ein wenig dazu beiträgt, dass das Thema Sterben „normaler“ wird und dabei hilft, die nötige Vorsorge zu treffen, dann ist schon viel gelungen. − Ina LambachDie Ausstellung ist noch bis Mittwoch, 7. Dezember, im Lichthof des Rathauses am Neuöttinger Stadtplatz zu sehen. Der Lichthof ist zu den normalen Öffnungszeiten des Rathauses, aber auch z.B. bei Abendveranstaltungen geöffnet.

 

Ein Kurs über die letzte Hilfe

Hospizverein: Spezielles Angebot für Angehörige

12.10.2018 | Quelle: PNP

Altötting. „Weil du wichtig bist“ – unter diesem Motto steht die Arbeit des Hospizvereins. „Schwerstkranken und sterbenden Menschen die letzte Zeit ihres Lebens ihren Vorstellungen entsprechend zu gestalten, dafür sind wir seit 20 Jahren da“, heißt es nun von Seiten des Vereins, der anlässlich des Welthospiztages am 13. Oktober auch auf ein spezielles Kurangebot aufmerksam machen möchte, das im kommenden Jahr startet.

Seit den Anfängen der Hospizarbeit in den 1980er Jahren haben sich die Voraussetzungen für eine hospizliche Begleitung und gute palliative Versorgung stark verbessert, freuen sich die verantwortlichen. Durch die Regelungen des vor drei Jahren in Kraft getretenen Hospiz- und Palliativgesetzes wird die Arbeit ambulanter Hospizdienste einerseits erleichtert. So werden neben den Personal- jetzt auch die Sachkosten gefördert. Andererseits sind Pflegeheime nun verpflichtet, mit Hospiz- und Palliativnetzwerken zusammenzuarbeiten, wodurch sich die Aufgabenfelder der ambulanten Hospizdienste stark erweitert haben. „Das freut uns natürlich“, so Rita Hauptenbuchner vom Hospizverein. „Aber es stellt uns auch vor neue Herausforderungen. Um Menschen – ob zu Hause, im Krankenhaus oder in der Pflegeeinrichtung – gut begleiten zu können, brauchen wir Engagierte, die sich ehrenamtlich in die Hospizbegleitung einbringen wollen.“ Entscheidend sei auch, immer wieder über die Möglichkeiten der hospizlichen Begleitung und palliativen Versorgung aufzuklären. Denn im Ernstfall wissen Betroffene und deren Angehörige nicht ausreichend über Hospiz- und Palliativangebote Bescheid. Der Welthospiztag sei eine Möglichkeit, um diese Aufklärungsarbeit zu leisten und den Ängsten vieler Menschen am Lebensende zu begegnen, etwa der Angst vor Schmerzen und dem Alleinsein.

„Das Lebensende und Sterben unserer Angehörigen, Freunde und Nachbarn macht uns oft hilflos, denn uraltes Wissen zum Sterbegeleit ist mit der Industrialisierung schleichend verloren gegangen“, erklärt Hauptenbuchner weiter. Um dieses Wissen zurückzugewinnen, bietet der Hospizverein einen Kurzkurs zur „Letzten Hilfe“ an.

In diesen Letzte-Hilfe-Kursen lernen die Teilnehmer, was sie für die ihnen Nahestehenden am Ende des Lebens tun können. Es wird Grundwissen an die Hand gegeben und ermutigt, sich Sterbenden zuzuwenden. „Denn Zuwendung ist das, was wir alle am Ende des Lebens am meisten brauchen. Der Abschied vom Leben ist der schwerste, den die Lebensreise für einen Menschen bereithält. Deshalb braucht es, wie auf allen schweren Wegen, jemanden der dem Sterbenden die Hand reicht.“

Diese Hand zu reichen erfordere nur ein bisschen Mut und Wissen. An jeweils zwei Abenden vermittelt der Hospizverein Altötting Basiswissen und Orientierungen und einfache Handgriffe. Sterbebegleitung ist keine Wissenschaft, sondern ist auch in der Familie und der Nachbarschaft möglich.

Die Kurse, die in Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung stattfinden, richten sich an Personen, die sich im Besuchsdienst engagieren oder Angehörige von Schwerkranken. Die nächsten Termine sind am 18. und 25. März, Infos zu den Abenden im Klaraheim gibt es aber bereits jetzt und eine unverbindliche Vorabanmeldung ist ebenfalls schon unter 08671/ 884616 möglich. − red/jo

 

Hospizverein fährt Toyota

Freie Fahrt für einen nagelneuen Toyota Aygo – gesponsert vom Lions-Club Neuötting e.V.

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Kicker sammeln 2300 Euro für den Hospizverein

Burghausen. Die neunte Auflage des Kemertinger Cups brach wieder alle Rekorde. Dieses Mal spielten 28 Mannschaften um die begehrte Gaudifußball-Trophäe, so viele wie nie zuvor. Die zahlreichen Spieler und Zuschauer sorgten auch für einen finanziellen Rekord: 2300 Euro kamen am Ende zusammen. Das gesammelte Geld spendeten die Ausrichter Fabian Taube (l.) und Armin Zauner (r.) nun an den Hospizverein im Landkreis Altötting.

„Es ist uns ein Anliegen, dass das Geld in der Region bleibt und einem guten Zweck zu Gute kommt. Der Hospizverein leistet eine tolle Arbeit, das Geld ist dort bestens angelegt“, erklärt der Burghauser Fabian Taube.

Die Vertreter des Hospizvereins freuten sich über den großzügigen Scheck. „Für uns arbeiten 41 Ehrenamtliche. Sie begleiten Menschen, denen es nicht so gut geht, auf ihrem letzten Weg. Natürlich fallen auch Kosten an, sei es wegen Schulungen oder Fahrten. Da können wir jeden Cent gut gebrauchen“, betont Rita Hauptenbuchner. Der Vorsitzende des Vereins Dr. Johannes Spes (2.v.l.) war ob des Engagements der Fußballer begeistert. „Es ist sehr erfreulich, dass junge Menschen wie ihr an unsere Organisation denken. Dafür bin ich euch sehr dankbar“, so Dr. Spes an die Adresse von Fabian Taube und Armin Zauner. − anm

Katalin Harrer malt für den guten Zweck

Burghausen. „Seit meiner Kindheit schlummert die Kunst in meinem Innern“, erzählt Hobby-Künstlerin Katalin Harrer. Heuer spendet sie bereits zum vierten Mal den Erlös ihrer Kunstwerke, die sie auf einem kleinen Kunstmarkt in ihrer Garage verkaufte, an den Hospizverein im Landkreis. „Bei Kaffee und Kuchen ist das immer ein gemütliches Zusammmensein, bei dem auch viele Leute Geld spenden, ohne ein Kunstwerk zu kaufen“, freut sich die gebürtige Österreicherin. Damit überreicht sie einen selbst geschriebenen Scheck über 680 Euro an den Hospizverein Altötting. Dessen Vorsitzender Johannes Spesbedankte sich herzlich für die Spende: „Da freuen wir uns sehr. Es ist schön, wenn aus der Kreativität etwas Wohltätiges erwächst.“ Mit dem Geld finanziert der Verein vor allem Fortbildungen seiner ehrenamtlichen Mitarbeiter, die sich um Schwerkranke kümmern. Meist haben diese Menschen keine Angehörigen mehr und fühlen sich mit ihrer Krankheit alleingelassen. Als Teil des palliativen Netzwerkes in Burghausen begleiten die Ehrenamtlichen Kranke in ihren letzten Stunden und unterstützen auch hinterbliebene Angehörige und Freunde. Wie wichtig ein solcher Verein ist, hat Katalin Harrer erkannt, als ihr Mann schwer krank war: „Wie einsam manche Menschen sind, das hat mich sehr bewegt und wachgerüttelt. Denn oft würde diesen Menschen schon ein Gespräch und ein wenig Aufmerksamkeit genügen.“ Auch nächstes Jahr möchte die Malerin wieder an den Hospizverein spenden. − lan/Foto: PNP/Niedermüller

Fußball-Freizeitturnier der Rekorde

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Gepostet von Kemertinger SV am Mittwoch, 18. Juli 2018

„Kemertinger Cup“ glänzt im Alzstadion mit Teilnehmer- und Zuschauerrekord – Einnahmen für guten Zweck Burgkirchen. Volle Hütte am Samstag im Burgkirchner Alzstadion: Der „Kemertinger Cup“, das größte Fußball-Freizeitturnier der Region, war zu Gast in Gendorf und hat mit rund 500 Spielern und Zuschauern für mächtig Stimmung an der Alz gesorgt. Unter 28 Mannschaften sind am Ende „Diener der Knolle“ hervorgegangen – obwohl die zu diesem Zeitpunkt eigentlich schon lange ausgeschieden waren.Zum fünften Mal fand der „Kemertinger Cup“ statt, wieder einmal hatten der Burghauser Fabian Taube und der Haiminger Armin Zauner Hobby-Fußballteams aus der Region mit der offenen Einladung angesprochen – und 28 waren dieser gefolgt. „Ein absoluter Teilnehmerrekord“, freute sich Fabian Taube. Bisher war 25 die Maximalzahl.Doch weil die Mannschaften im Alzstadion erstmals auf vier Feldern gleichzeitig kicken konnten, durften sich auch mehr Teams anmelden. Über 100 Partien, freilich auch eine neue Bestmarke, kamen so zusammen. Zum Organisationsteam gehörten Fabian Taube, Armin Zauner, Paul Hutterer, Tobias Düwel und Maximilian Aicher.Im Finale setzte sich die Mannschaft „Diener der Knolle“ gegen Fortune Dingersdorf im Elfmeterschießen durch. Dabei ist der Sieger eigentlich schon zuvor ausgeschieden. Ihr Viertelfinale hatten sie verloren, sind aber am grünen Tisch weitergekommen, weil ihr Gegner einen aktiven Spieler zu viel eingesetzt hat.Erlaubt sind nämlich nur zwei pro Team – da war es aber einer mehr. Die Folge: Der Gegner wurde disqualifiziert, die Diener standen im Halbfinale und holten sich am Ende den Pokal.Überhaupt war es ein Turnier der Rekorde, wohl auch was die Spendensumme angeht. Beim „Kemertinger Cup“ geht es nämlich nicht nur um Fußball, sondern auch um die Unterstützung sozialer Zwecke.Die Einnahmen spenden Fabian Taube und Armin Zauner immer wieder für einen guten Zweck. Das Tierheim in Raitenhaslach hat bereits profitiert, dieses Mal ist der Hospizverein dran. „Die genaue Spendensumme haben wir noch nicht, es müssen erst noch alle Rechnungen bezahlt werden. Aber es sieht gut aus“, meinte Fabian Taube. Bei den letzten Turnieren sind immer über 2000 Euro zusammengekommen. Dank Teilnehmerrekord sollte auch hier eine neue Bestmarke folgen.Rita Hauptenbuchner, die den Verein kurz vorstellte, kann sich auf einen großen Batzen freuen. Verwendet wird das Geld, wie sie sagte, für einen gemeinsamen Ausflug mit allen Ehrenamtlichen.Fabian Taube und Armin Zauner wurden beim Turnier mit ihrem Kemertinger SV am Ende 7. „Wir sind sehr zufrieden“, sagen die beiden lachend. Immerhin lagen sie nur einen Platz hinter dem großen Turnierfavoriten, dem Team „Versicherungen Stölzl“, das den Cup schon zwei Mal gewonnen hatte, bei dem dieses Mal aber nicht viel zusammenlief.
Ohnehin war der Spaß an der Sache das Hauptaugenmerk. Der fiel dieses Mal noch größer aus: Dem Turnier folgte eine Party, hauptsächlich organisiert vom SV Gendorf Burgkirchen. Grillen, Fußballdarts und eine Schusskraftmessung hatten im Nebenprogramm die Zuschauer schon durch den Tag begleitet.

Integrationsbeirat spendet für den Hospizverein

1150 Euro hat der Integrationsbeirat dem Hospizverein übergeben. Zusammengekommen ist die Spende im Rahmen des asiatischen Neujahresfests am 17. Februar im Pfarrheim St. Konrad, welches der Beirat veranstaltet hatte.

Die Einnahmen aus der Tombola werden nun für einen guten Zweck eingesetzt. „Wir freuen uns, dem Hospizverein dieses Geld übergeben zu können“, sagt Serap Kengal in ihrer Rolle als Vorsitzende des fünfköpfigen Integrationsbeirates. Dr. Johannes Spes, Vorsitzender des Hospizvereins, nahm den Scheck dankend an. Der Mediziner leitet die Palliativstation, die im Kreisklinikum Altötting angesiedelt ist. Mit dem Geld kann betroffenen Menschen mit Migrationshintergrund beispielsweise ein Dolmetscher zur Seite gestellt werden, damit die Verständigung in solchen Ausnahmesituationen besser klappt.

 

 

 

Bei der Spendenübergabe: Lela Temouri (v.l.), Serap Kengal (Vorsitzende Integrationsbeirat Burghausen), Dr. Larisa Glazunova, Dr. Johannes Spes (Vorsitzender des Hospizvereins), Stefan Vuradin, Thao Do-Hoang und Ute Hauptenbuchner (Hospizverein).

Klopfersänger sammeln 1270 Euro für guten Zweck

Lesen Sie hier den ganzen Bericht | Quelle PNP 10.03.2018

Damit Todkranke weniger leiden müssen

Lionsclub unterstützt Palliativabteilung an der Kreisklinik und den Hospizverein

Scheckübergabe im Raum der Stille auf der Palliativstation der Kreisklinik Altötting: (von links) Onkologe und Palliativmediziner Dr. Johannes Spes, Engelbert Leiss-Huber vom Lionsclub-Hilfswerk, Einsatzleiterin Ute Hauptenbuchner vom Hospizverein und Robert Brendtner, Präsident des Lionsclub Altötting-Mühldorf. − Foto: Schwarz

Scheckübergabe im Raum der Stille auf der Palliativstation der Kreisklinik Altötting: (von links) Onkologe und Palliativmediziner Dr. Johannes Spes, Engelbert Leiss-Huber vom Lionsclub-Hilfswerk, Einsatzleiterin Ute Hauptenbuchner vom Hospizverein und Robert Brendtner, Präsident des Lionsclub Altötting-Mühldorf. Foto: Schwarz

Welch große und segensreiche Bedeutung Palliativmedizin und begleitend die Hospizbewegung für die letzte Phase des Lebens von unheilbar Todkranken haben, wird gesellschaftlich und politisch immer mehr erkannt und gewüdigt. Jüngstes Zeichen dafür ist auch eine weitere Spende des Lionsclubs Altötting-Burghausen, die dessen Präsident Robert Brendtner und Engelbert Leiss-Huber, Vorsitzender des Lions-Hilfswerks, an Dr. Johannes Spes, Leiter der Onkologie und der Palliativmedizin-Abteilung an der Kreisklinik sowie gleichzeitig Vorsitzender des Hospizvereins im Landkreis Altötting, und an Ute Hauptenbuchner, Einsatzleiterin beim Hospizverein, übergeben haben. Der Spendenbetrag von 7000 Euro geht zu gleichen Teilen an die Palliativabteilung und an den Hospizverein.

Wie Vorsitzender Brendtner und Prof. Ronald Schmid, langjähriger Chefarzt für Kindermedizin und Lions-Mitglied, betonen, wollten Mitglieder ihrer Organisation, die jüngst in der Betreuung kranker Angehöriger „gute Erfahrungen“ gemacht hätten, „etwas zurückgeben“ an diese Institutionen. Die Patienten würden hier in Altötting „auf Weltniveau“ versorgt – medizinisch ebenso wie in der persönlichen Zugewandtheit seitens der Ärzte und Pfleger. Hier werde die Idealvorstellung gelebt und realisiert, dass kein Patient unmäßige, unerträgliche Schmerzen erleiden müsse.

Bei den Verantwortlichen im Landkreis sei das Verständnis groß für eine menschenwürdige Versorgung Todkranker; dies manifestiere sich auch in der Tatsache, dass an der Kreisklinik Altötting seit 2005 Palliativversorgung angeboten wird und seit 2008 acht Betten zur Verfügung stehen – mit enger Anbindung an die Onkologie, mit entsprechendem Überbau wie der Aufnahme ins zugehörige Fachprogramm und mit der Qualifikation zur medizinischen Zusatzweiterbildung.

Palliativmedizin und Hospizarbeit bedeuten, Schmerzen und andere Krankheitsbeschwerden medikamentös zu beherrschen sowie der Versorgung psychologischer, sozialer und spiritueller Probleme höchste Priorität einzuräumen. „Das ist zeitintensiv und kostet Geld, das wir nicht zu 100 Prozent erstattet bekommen“, bringt Dr. Johannes Spes das Problem auf den Punkt. Die operative und politische Klinikführung akzeptiere dies vollumfänglich; die Eigenmittel würden allzeit und ohne Diskussion aufgebracht. Und auch der Gesetzgeber arbeite an Änderungen und Verbesserungen – aus rechtlicher Perspektive, wenn es etwa um assistierten Suizid geht, und auch monetär.

Bis dies letztgültig greift, sind Palliativmedizin und Hospizverein auch auf Spenden angewiesen – etwa um Fortbildungen oder Fachkongress-Besuche zu bezahlen; damit das segensreiche Wirken nicht aus Geldgründen eingeschränkt wird oder gar endet. – ecs

Bis zuletzt in Würde leben

Info-Veranstaltung des Hospizvereins im Landkreis Altötting e.V.“ Ehrenamtliche sind tragende Säule

Zu einem "Informationsabend zur Hospizarbeit luden der Vorsitzende des Hospizvereins im Landkreis Altötting, Dr. Johannes Spes (2.v.li.), mit Vorstandsmitglied, Jurist und Notar Michael Habel und den Einsatzleiterinnen Ute Hauptenbuchner und Rita Hauptenbuchner (re.) ins Klaraheim ein. − Foto: Fischer

Zu einem „Informationsabend zur Hospizarbeit luden der Vorsitzende des Hospizvereins im Landkreis Altötting, Dr. Johannes Spes (2.v.li.), mit Vorstandsmitglied, Jurist und Notar Michael Habel und den Einsatzleiterinnen Ute Hauptenbuchner und Rita Hauptenbuchner (re.) ins Klaraheim ein.  Foto: Fischer

„Schwerkranke Menschen brauchen Trost, Betreuung und eine wirksame Behandlung ihrer Beschwerden“, weiß der Palliativmediziner. Wie er ausführte, habe sich in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren in der Betreuung Schwerstkranker und Sterbender viel getan. Doch die verhaltene Resonanz auf die Veranstaltung zeigte erneut, dass sich die Gesellschaft nur ungern mit den Themen Tod und Sterben auseinandersetzt.

Geschweige denn, sich dafür unentgeltlich engagiert. 41 ehrenamtliche Hospizbegleiter gibt es derzeit beim Hospizverein. Genau sie seien aber die „tragende Säule“ des auf Spenden angewiesenen Vereins, wie der Vorsitzende betonte. „Es ist nicht allein die Apparatemedizin hilfreich für den Patienten. Die spirituelle und psychosoziale Begleitung sind ebenbürtig.“ Die aufopfernde Tätigkeit der Ehrenamtlichen sei außerordentlich wichtig. Wenn die Patienten dadurch wieder Mut schöpfen können, aus scheinbar ausweglosen Situationen wieder einen Lichtblick sehen oder wenn sie mit sachlicher Hilfe ein Stück weiter kommen können.

Etwa 4500 Stunden im Jahr sind die Hospizhelfer des 1997 gegründeten Vereins im ambulanten und stationären Bereich im Einsatz. 43000 Kilometer legen sie jährlich mit den vom Lions Club Neuötting finanzierten Dienstautos oder ihren Privatautos im Landkreis zurück. Oft ist es aber nicht nur der Sterbende, der die Hilfe der Hospizbetreuer so dringend braucht. „Zeit nehmen wir uns vor allem auch für die Angehörigen“, schilderte Einsatzleiterin Ute Hauptenbuchner.

Neben der Sterbebegleitung und Angehörigenbetreuung leistet der Verein viele Dienste wie Beratungen im Hinblick auf Vollmachten und Patientenverfügungen, offene Trauergruppen und Selbsthilfegruppen für Schmerz- und Fibromyalgiepatienten. Das „Hospiz Café“ im Klaraheim lädt einmal die Woche bei Kaffee und Kuchen zu Gesprächen ein.

Regelmäßige Fortbildungen und Kurse gibt es im Rahmen des Palliativen Versorgungsnetzwerkes im Landkreis Altötting (PVN) für die Hospizbegleiter, aber auch für Ãrzte und Altenpflegehelfer. Das Kooperationsprojekt des Hospizvereins im Landkreis Altötting und der Kreiskliniken Altötting-Burghausen wurde 2005 zur Verbesserung der palliativmedizinischen und palliativpflegerischen Versorgung in der Region gegründet. „Mittlerweile ist das Tabu-Thema aber auch in der großen Politik angekommen“, schöpft Dr. Spes – mit Blick auf das 2015 verabschiedete, neue Hospiz- und Palliativgesetz – weiter Hoffnung, dass alle Menschen ein Leben in Würde bis zuletzt erfahren können.

Alz Kies und Recycling GmbH spendet an den Hospizverein im Landkreis Altötting e.V.

Dieter Wolfmeier, Geschäftsführer der Alz Kies und Recycling GmbH überreichte eine Spende in Höhe von 3.000 Euro an den Hospizverein im Landkreis Altötting e.V.

Der Hospizverein im Landkreis Altötting e.V. hat sich die Begleitung Schwerstkranker und Trauernder zur Aufgabe gemacht. Doch ohne Spenden ist die ehrenamtliche Arbeit nicht möglich. Umso mehr freute sich Vorsitzender Dr. med. Johannes Spes über die Spende in Höhe von  3.000 Euro, die Geschäftsführer Dieter Wolfmeier dem Hospizverein zugedacht hat. Die Spendensumme wird unter anderem zur Schulung und Weiterbildung der ehrenamtlichen Helferinnen verwendet werden. Der Hospizverein Altötting bedankt sich ganz herzlich für diese großzügige Spende.

 

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 2100 Euro kamen beim Adventssingen zusammen

Das ist das Ergebnis des diesjährigen alpenländischen Adventssingens, das Gabi (l.) und Bernhard Grave (r.) im Zweijahresturnus organisieren. „500 Leute waren da, die Kirche war voll“, strahlt Gabi Grave, wenn sie vom Konzert berichtet. Das Benefizkonzert in der Konrad-Kirche hat zahlreiche Fans aus der ganzen Region. In diesem Jahr traten vor Weihnachten fünf Künstlergruppen auf: Edinger Vierg‘ sang, Burghauser Maultrommelmusik, die Rottaler Sänger, Vilsleit‘ n Musi und die Lindacher Weisenbläser. Nun haben die Organisatoren Grave den Scheck über 2100 Euro an Prof. Michael Kraus (Mitte) vom Hospizverein Altötting übergeben. Gabi Grave war selbst Grüdungsmitglied des Vereins und kann die wichtige, ehrenamtliche Arbeit, die dort geleistet wird, nicht genug loben. „Der Hospizverein hat in den vergangen 20 Jahren sehr viel bewegt. Damals gab es kein Palliativzimmer, es gab keine Sterbebegleitung. Deshalb sollte man den Verein unterstützen“, findet Grave. Bereits zum dritten Mal gehen die Spenden an den Hospizverein. „Unsere Mitarbeiterinnen arbeiten zwar ehrenamtlich, doch wir haben weitere Kosten wie Miete, Fahrgeld und auch Supervision für unsere Ehrenamtlichen“, erklärt Kraus. „Das ist wichtig, denn diese Tätigkeit kann eben schon auch aufs eigene Gemüt schlagen.“ Umso wichtiger sind für den Hospizverein Altötting mit seinen 42 ehrenamtlichen Sterbebegleiterinnen Spenden wir die aus dem Adventssingen.

Musik trifft Glauben

Alpenländisches Benefizkonzert lockt viele Besucher in die St. Konrad Kirche

Als Maria übers Gebirge ging" singen die vier Männer der "Rottaler Sänger" (rechts) in Gitarrenbegleitung der "Vilsleitn´Musi" (links). − Foto: Stanley

Als Maria übers Gebirge ging“ singen die vier Männer der „Rottaler Sänger“ (rechts) in Gitarrenbegleitung der „Vilsleitn´Musi“ (links). − Foto: Stanley

Burghausen. Stressig empfinden viele Menschen die vorweihnachtliche Zeit. Ein besinnliches Gegenprogramm boten am Sonntagnachmittag fünf Musikgruppen bei einem alpenländischen Adventsingen. „Einstimmen in den Advent – Auf dem Weg nach Bethlehem“ lautete das Motto des fast eineinhalbstündigen Konzerts in der St.-Konrad-Kirche. Knapp 500 Besucher lauschten der gelungenen Mischung aus volkstümlichem Gesang, Instrumentalklängen und zum Nachdenken anregenden Texten. Anstatt Eintritt und Gage gab es einen Spendenaufruf für den Hospizverein im Landkreis Altötting, der 2100 Euro einbrachte.

Lediglich zwei Scheinwerfer und einige Kerzen illuminierten den Altarraum der Konradkirche mäßig. Um den Altar platzierten sich die fünf Künstlergruppen, die immer wieder abwechselnd eines ihrer insgesamt 20 Stücke darbrachten. Für den roten Faden sorgte Sprecher Hans Rieder, der neben Bibelstellen auch seine eigenen Gedanken im feinsten Bairisch zum Besten gab. „Ein Adventssingen ist keine volkstümliche Unterhaltung“, schickte er gleich vorne weg. „Man muss an das glauben, was uns in den Liedern vermittelt wird.“ Und so entspann Rieder drei durchaus theologische Themenkomplexe, die durch die Klänge der Musiker sinnlich erfahrbar wurden.

Zunächst stand das Warten im Vordergrund. Das Warten auf Weihnachten als zentrales Element im Advent. Aber auch, so Rieder, das Warten auf ein Zeichen Gottes, auf Jesus, das bereits im Alten Testament ersehnt wurde. „Es wird ein Stern aufgehen“ stimmte dazu der „Edinger Vierg’sang“ an, der mit einer Harfe begleitet in perfekter Abstimmung von Sopran, Alt, Tenor und Bass andächtige Lieder vortrug. Die „Burghauser Maultrommelmusik“ produzierte mit ihren beiden Maultrommeln in Gitarrenbegleitung eher ungewöhnliche, aber ebenso passende Töne in filigraner und besinnlich ruhiger Form.

Im zweiten Teil stellten die Akteure die Gottesmutter Maria in den Mittelpunkt. Hierzu lieferten die „Rottaler Sänger“ einen Höhepunkt. Die vier Männer sangen inbrünstig „Der Engel des Herrn“ und verbreiteten so eine hoffnungsvolle Stimmung. Bei anderen Liedern wurde der Männergesang von der „Vilsleit’n Musi“ begleitet, die zu zweit meditative Akkordeonlieder und Gitarrenstücke aufführte.

Zum Ende ging es noch um die biblische Herbergssuche in Bethlehem. Für Rieder bedeutet jemanden Herberge geben, jemanden Hilfe zukommen zu lassen. „Bethlehem ist überall da, wo anderen nicht geholfen wird.“ Herzen öffnende Musik spielten die „Lindacher Weisenbläser“, die mit ihren Blechblasinstrumenten majestätische Melodien zauberten und zum Abschluss einen Andachtsjodler anstimmten.

Bereits zum sechsten Mal richtete Organisatorin Gabi Grave das Adventsingen aus und zeigte sich mit der Spendensumme für den Hospizverein, den sie selbst mitbegründete, „sehr zufrieden“. Die gebürtige Berlinerin meint: „Auch wenn man ein Preiß ist, kann einem die alpenländische Musik gefallen.“ So soll es in zwei Jahren wieder ein solches Adventskonzert geben. Samuel Stanley


 Spes und Habel übernehmen

Wechsel an der Spitze des Hospizvereins

Wechsel an der Spitze des Hospizvereins: Die Leitung übernimmt Dr. Johannes Spes (rechts) von Prof. Michael Kraus (Mitte) und auf Juristenebene macht Germar Spaett (von links) den Weg für Michael Habel frei. Reinhold Sterflinger wurde im Amt bestätigt. − Foto: HuckemeyerWechsel an der Spitze des Hospizvereins: Die Leitung übernimmt Dr. Johannes Spes (rechts) von Prof. Michael Kraus (Mitte) und auf Juristenebene macht Germar Spaett (von links) den Weg für Michael Habel frei. Reinhold Sterflinger wurde im Amt bestätigt. − Foto: Huckemeyer

Altötting. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge ist Professor Dr. Dr. Michael Kraus von seinem Amt als Vorsitzender des Hospizvereins zurückgetreten. Sieben Jahre stand der Internist und Klinik-Chefarzt an der Spitze des Vereins. Es bewegte sich in dieser Zeit allerhand. So verdoppelte sich die Zahl der ehrenamtlich Tätigen. Zudem kann auf eine annehmbare wirtschaftliche Situation verwiesen werden.

Nun gibt es einige neue Gesichter im Vorstand: Die Mitgliederversammlung im Klaraheim ging mit Neuwahlen einher. Einstimmig wurde Dr. Johannes Spes zum Nachfolger von Michael Kraus gewählt. Auch das langjährige Vorstandsmitglied Germar Spaett, den Kraus als besonders engagiertes „Urgestein“ des Vereins bezeichnete, gibt seinen Posten weiter. Diesen hat künftig der Jurist und Notar Michael Habel inne. Reinhold Sterflinger wurde als Vorstandsmitglied bestätigt. In Abwesenheit wurde Dr. Günther Zahn neu in den Vorstand gewählt.

Der Verein, der im Oktober sein 20-jähriges Bestehen feierte, kann auf einen respektablen Rekord verweisen. „Mit 318 Mitgliedern erreichen wir den bisherigen Höchststand in unserer Vereinsgeschichte“, so Kraus. Aber auch andere Zahlen sind höchst bemerkenswert. Schwester Ute Hauptenbuchner verkündete: „Wir sind 35 aktive Hospizbegleiterinnen, die 4100 Stunden im Einsatz waren und dabei insgesamt 34000 Kilometer zurück legten.“

Neben der Sterbebegleitung und Angehörigenbetreuung leistet der Verein viele andere Dienste wie Beratungen im Hinblick auf Vollmachten und Patientenverfügungen, offene Trauergruppen und Selbsthilfegruppen für Schmerz- und Fibromyalgiepatienten. Auch regelmäßige Fortbildungen, Kurse und Schulungen stehen auf dem Programm.

Die Hospizarbeit ist von Spendengeldern abhängig. In diesem Jahr sind rund 54000 Euro auf das Konto des Vereins geflossen. „Ich bedanke mich bei allen, die unseren Verein finanziell unterstützen“, so Kraus. Die nächste Gelegenheit, sich selber etwas Gutes zu tun und dabei Geld in die Vereinskasse zu bringen, besteht am Sonntag, 10. Dezember, wenn um 16 Uhr in der St.-Konrad-Kirche in Burghausen zum Adventssingen eingeladen wird.− huc


Gartenbauverein ehrt und spendet
PNP vom 02.12.2017

Spendenschecks über jeweils 1000 Euro bekamen Pfarrvikar Deva Gudipalli für ein Kinderheim in Indien und Prof. Michael Kraus (re.) für den Hospizverein

Altötting. Das Projekt „Lebensraum Hecke“ wurde heuer gestartet und zum Jahreshöhepunkt des Gartenbauvereins. Das wurde auch bei der Jahresschlussfeier, zu der sich die Mitglieder beim Graminger Weißbräu getroffen haben, ersichtlich: Günther Grünbacher wurde mit dem Wanderpreis „Der Grüne Daumen“ ausgezeichnet. Der Grund: Grünbacher war eine „großartige Unterstützung“ beim Planen und Umsetzen des Projektes „Lebensraum Hecke“.

Er war indes nicht der einzige, der bei dem gemütlichen Nachmittag besonderen Grund zur Freude hatte. Viele fleißige Hände hatten im August Kräuterbuschen gebunden, die am Festtag Mariä Himmelfahrt gegen einen kleinen Obolus verkauft wurden. Ein Großteil der Einnahmen wurde nun gespendet. Einen Scheck über jeweils 1000 Euro erhielten Pfarrvikar Deva Gudipalli für das Kinderheim St. Johns für Arme und Waise in seiner Heimat Indien und Prof. Michael Kraus als Vorsitzender für den Hospizverein Altötting. Beide stellten in einem kurzen Referat ihre Projekte vor. Mit einem kleinen Teil des Verkaufserlöses wird die Jugendarbeit des Vereins finanziert.

Abgerundet wurde das Programm von einem Bildervortrag, in dem Vorsitzende Gabi Hofer das Gartenjahr launig Revue passieren ließ, der Verlosung zweier Gutscheine und ein Quiz, für welches stellvertretende Vorsitzende Christina Hager 16 teils knifflige Fragen zu Gartenthemen zusammengestellt hatte. Für die musikalische Umrahmung sorgte Gitti Hauswirth mit der Gitarre.


„John Lennon“ und der gute Zweck

Lions Club Neuötting arrangiert Benefizkonzert mit Andreas Geffarth und Band 

30.10.2017 | PNP

 

 

 

 

Mit viel Spielfreude und knackigem Sound traten Andreas Geffarth und Band vor das Publikum, von links: Ralph JÃhn, Stefanie Müller, Andras Geffarth und Ingo Graf.  – Foto: Kuhnert

Er ist laut Experten einer der besten John Lennon-Interpreten“, kündigte Lions-Präsident Dr. Joseph Munteanu aus Eggenfelden in seiner, wegen vorübergehender Indisposition, recht kurzen Begrüßung den Thüringer Sänger und Gitarristen Andreas Geffarth am Samstag im Stadtsaal an. Angesichts der vollen Ränge freute sich Bürgermeister Peter Haugeneder als Schirmherr der Benefizveranstaltung und wünschte gute Unterhaltung bei musikalischer Qualität. Dass die Einnahmen aus dem Konzert vor allem dem Palliativen Netzwerk, insbesondere den 40 mobilen ehrenamtlichen Mitarbeitern des Hospizvereins zugeführt werden sollen, erläuterte anschließend Professor Dr. Michael Kraus als dessen Vorsitzender. Mit enormem Beifall wird der mit viel Lob angekündigte Künstler dann von einem sehr gesellig-aktiven Publikum empfangen.
Solo steht Andreas Geffarth zunächst auf der Bühne, singt vor etwa 250 Leuten mit gehaltvollem Bariton und nur von der Akustikgitarre mit psychedelischen Harmonien und kantigen Akkorden begleitet, den für das Jahr 1967 recht avantgardistischen Beatles-Song „Strawberry Fields“. Komponiert hatte in John Lennon. Und dem Musikgenie John Lennon gilt eben dieser spezielle Tribut, auch wenn Andreas Geffarth die gemeinsamen Hits der Beatles nicht beiseitelassen will und über Lennon/Mc McCartney meint: „Der eine war eben das Salz in der Suppe des anderen“. Erfrischend anzuhören sind die teils 50 Jahre alten Songs, die die Musiker dann in einem musikalisch-launigen Feuerwerk lostreten; und in ihrer schlauen Tonarchitektur irgendwie zeitlos und textbezogen immer wieder aktuell. So auch die provokanten wie auch träumerischen Zeilen eines Jahrhundert-Songs wie „Imagine“ in dem von einer grenzenlosen Welt die Rede ist und der im Repertoire natürlich keinesfalls fehlen darf. Spielfreudig und knackig serviert die Band einen bekannten Hit nach dem anderen: „A Hard Days Night“, „Come together“, „Woman“, „Watchin‘ the Wheels“, „Cold Turkey“ und und und …

Ein schillernder Querschnitt der rockigen, romantischen und progressiven Facetten eines John Lennon tut sich in der Umsetzung der vierköpfigen Band auf. Mit stimmlichem Volumen und groovendem Bass ergänzt Stefanie Müller die vokale Präsentation von Andreas Geffarth. Drummer Ralph Jähn übt sich in echter „Ringo“Manier und Ingo Graf lässt nicht nur im Solo seine E-Gitarre jaulen. Neben der steifen Klangbrise, bei der das Publikum immer wieder zum mitsingen animiert wird, ist bei Andreas Geffarth auch lustiges Plaudern, Sampler-Technik und die eine oder andere musikalische Slap-Stick-Einlage angesagt. Und so ist sein John Lennon Tribute eine gelungene Mischung aus vorzüglicher Interpretation und ganz viel Spaß. – Sylvia Kuhnert


Der Hospizverein feiert 20 jähriges Jubiläum.

Das Jubiläumsprogramm 2017/2018 als Download finden Sie hier.

Quelle: pnp / 09.10.2017
Lob für 20 Jahre Engagement zum Wohle der Menschen: (v.l.) Bürgermeister Hans Steindl, Einsatzleiterin Ute Hauptenbuchner, Prof. Michael Kraus, Einsatzleiterin Rita Hauptenbuchner und Landrat Erwin Schneider.
Lob für 20 Jahre Engagement zum Wohle der Menschen: (v.l.) Bürgermeister Hans Steindl, Einsatzleiterin Ute Hauptenbuchner, Prof. Michael Kraus, Einsatzleiterin Rita Hauptenbuchner und Landrat Erwin Schneider.
„Für Sie ist dieser heutige Abend gemacht“, so begrüßte Prof. Michael Kraus die anwesenden Hospizhelferinnen im Bürgerhaus. Am vergangenen Samstag wurde mit einer Feierstunde das 20-jährige Bestehen des Hospizvereins im Landkreis Altötting gewürdigt. Aus diesem Anlass fanden sich Vertreter der Kommunen, Gründungsmitglieder des Vereins, Unterstützer und Sponsoren ein.

Landrat Erwin Schneider zollte dem Hospizverein höchsten Respekt. Er bedankte sich in seinem Grußwort für die unverzichtbare Arbeit des Vereins und wies darauf hin, dass sich in England vor 50 Jahren der erste Hospizverein gründete. Daraufhin setzte sich die Hospizbewegung auch in anderen Ländern langsam in Gang. „Da sind wir mit 20 Jahren Hospizarbeit recht gut dabei“, so der Landkreischef. Bürgermeister Hans Steindl gratulierte ebenfalls zum „runden Geburtstag“. Weil ohne Geld Hospizarbeit nicht voran kommen könne, spendete Hans Steindl am Schluss der Feierstunde eine nicht genannte, aber hohe Summe für den Verein.

Der Chor der Hospizhelferinnen trug zur musikalischen Gestaltung des Jubiläumsabends bei. − Fotos: Huckemeyer

Der Chor der Hospizhelferinnen trug zur musikalischen Gestaltung des Jubiläumsabends bei. − Fotos: Huckemeyer

Prof. Michael Kraus, Vorsitzender des Hospizvereins, wies auf die Bedeutung der Hospizarbeit hin. Nach seinen Erfahrungen gibt es kaum einen Menschen, der am Ende des Lebens nicht „ins Reine kommen“ will mit sich, aber auch mit Angehörigen oder Freunden, mit denen Konflikte bestehen. Das Verzeihen bekomme eine große Bedeutung. Auch das eigene Verzeihen sei hier gemeint. „Manchmal brauchen Angehörige mehr Begleitung als der betroffene Mensch selber“, ist die Beobachtung einer langjährigen Hospizhelferin. Prof. Kraus sprach von einer Sterbekultur. „Zu dieser gehören Rituale und Trauerarbeit. Kultur kann sich nicht immer selber finanzieren. Kultur muss sich eine Gesellschaft leisten können, oder es eben lassen. Aber wer will schon eine kulturfreie Gesellschaft. Der gute Tod ist das Ende eines guten Lebens, besonders aber eines guten Sterbens, in einer kultivierten aufgeschlossenen Gesellschaft“.

 

 

 


 

Altötting. Links und rechts lagen die Kinder neben dem Papa im Bett. Wie selbstverständlich hatten sie sich zu ihm hineingelegt, um sich zu verabschieden. Ihr Papa war gerade gestorben, zu Hause im eigenen Bett. „Nehmt euch was mit, was nach dem Papa riecht, ein T-Shirt vielleicht“, sage Ute Hauptenbuchner nach einer Weile.

Die Kinder kletterten aus dem Bett, nahmen sich ein paar Teile aus dem Schrank.

„Kinder haben einen ganz natürlichen Umgang mit dem Tod“, sagt Hospizbegleiterin Ute Hauptenbuchner. „Da reicht es oft, einfach nur da zu sein.“ Hauptenbuchner ist die Einsatzleitung im Hospizverein Altötting, der im Oktober sein 20-jähriges Bestehen feiert. Das daraus hervorgegangene Palliative Versorgungsnetzwerk ist ein Vorbild-Modell in Bayern und verknüpft alle Ebenen, von medizinischer Versorgung bis zur Begleitung auf dem Weg in den Tod. Und das gilt auch für Kinder: Seit einigen Jahren betreut der Hospizverein auch Kinder und Jugendliche, die mit dem Tod von Eltern oder Großeltern umgehen müssen.

Für Kinder oft die erste Begegnung mit dem Tod

Für die Kinder ist es oft das erste Mal, dass sie mit dem Tod in Berührung kommen“, sagt Christa Sieber. Sie war vor sechs Jahren die erste im Hospizverein, die eine Zusatzausbildung im Kinderhospiz gemacht hat, weitere 140 Stunden noch dazu zur Ausbildung zur Hospizbegleiterin. Seitdem unterstützt die Ehrenamtliche nicht nur Erwachsene auf ihrem letzten Weg, sondern auch Kinder, die mit dem Tod konfrontiert werden. „Wenn zum Beispiel der Opa stirbt, dann merken die Kinder, dass die Eltern auch traurig sind. Und dann verschließen sie sich manchmal, dann reden sie nicht mehr mit den Eltern, um sie nicht noch trauriger zu machen“, weiß Sieber. Die 65-jährige Haimingerin hat einen Draht zu Kindern, das hat sie selbst erst in der Ausbildung entdeckt.

Wenn sie für eine Begleitung zu Kindern fährt, hat sie Bücher dabei, „Der alte Elefant“ zum Beispiel, die sich mit dem Sterben beschäftigen. Sie hat Stifte dabei und kleine Trost-Teddys als Geschenk. Aber das Wichtigste ist die Empathie, die Fähigkeit, mit den Kindern anzuknüpfen. „Ich hatte am Anfang große Zweifel“, sagt Christa Sieber. „Kann ich das überhaupt?“ Aber in ihrem ersten Praktikum in einer Tageseinrichtung für behinderte Kinder merkte sie: Das ist es. Die Direktheit der Kleinen war für sie ein „wunderbares Erlebnis“. Seitdem ist Sieber eine von zwei Ehrenamtlichen im Hospizverein, die Kinder unterstützt.

Und das ist nötig. Immer häufiger sind die Fälle, in denen jüngere Eltern auf ihrem letzten Weg begleitet werden, weiß Ute Hauptenbuchner. Und auch Omas und Opas, oft noch jung, hinterlassen große Lücken im Leben eines Kindes. „Man muss einen Weg finden, damit Kinder das Ganze verarbeiten können“, sagt Christa Sieber. Da gibt es den Buben, dessen geliebter Opa, mit dem er immer gebastelt, geangelt, getüftelt hat, plötzlich schwer krank ist – und nicht mehr der aktive Opa ist, den der Bub kennt. Und diesen kranken, fremden Mann will er nicht besuchen. „Ich habe Angst, dass Opa stirbt“, sagte der Junge zu Sieber und sie erklärte ihm, dass das auch passieren wird. Ob er seinem Opa nicht einen Drachen basteln will, so wie früher? Der Bub sagte nichts, aber beim nächsten Besuch hatte er den Drachen für seinen Opa gebastelt.

Christa Sieber selbst kam – wie die meisten Ehrenamtlichen – zum Hospizverein, nachdem sie selbst mit dem Tod konfrontiert war. Sie verlor zwei Menschen aus ihrer großen Familie innerhalb von wenigen Tagen. „Ich hatte das Gefühl, dass ich in dem, was ich selber durchlebt habe, andere unterstützen könnte“, versucht sie es zu erklären. In einem Schreibwarenladen sah sie einen Flyer des Hospizvereins. 16 Jahre ist das mittlerweile her, es gibt kaum eine Sterbebegleiterin, die länger dabei ist.

Tränen auf dem Heimweg

Doch immer noch bewegt sie die Begleitung. Jede einzelne. „Es ist normal, dass ich heimfahre und die Tränen laufen“, gibt sie unumwunden zu. „Es passiert oft, dass ich mit den Leuten mitweine; man muss da nicht die Starke mimen.“ Kraft schöpft sie auf ihrem Radl und in den Bergen, auch in ihrer Familie. Und wenn eine Sterbebegleitung doch einmal zu intensiv wird, dann ist es Ute Hauptenbuchners Aufgabe als Einsatzleiterin, zu intervenieren. Auch bei Christa Sieber ist das schon vorgekommen. „Da gab es zunächst schon Wenn und Aber von mir“, sagt Sieber. „Aber im Nachhinein muss ich sagen: Sie hatte Recht.“

Es ist das Vertrauen, das einem die Menschen entgegen bringen in diesen schweren Stunden, was Christa Sieber so schätzt an ihrem Ehrenamt. „Was dir die Menschen alles anvertrauen, das ist wirklich ergreifend“, sagt sie. Und manchmal ist es auch lustig. Vor allem die Kinder sorgen für schöne und lustige Momente, wenn sie einfach schonungslos ehrlich sind. „Kinder sind dann auch so fürsorglich“, schmunzelt sie. „Die fragen mich oft, ob ich was will. Einen Keks vielleicht?“ Bei der Sterbebegleitung, das ist Christa Sieber und Ute Hauptenbuchner wichtig zu sagen, geht es nicht nur traurig zu.

Das können die Jugendlichen oft gar nicht glauben, wenn Christa Sieber in Schulen von ihrer Arbeit berichtet. „Hospiz macht Schule“, heißt das Angebot des Hospizvereins, bei dem meistens Christa Sieber, Ute Hauptenbuchner und Vorsitzender Prof. Michael Kraus an eine Schule kommen und über Sterbebegleitung und den Hospizgedanken sprechen. „Es ist erstaunlich“, sagt Ute Hauptenbuchner: „Die Kinder sind wirklich gut vorbereitet und sehr interessiert. Da ist es mucksmäuschenstill.“

Und eine Frage kommt immer: Warum die Ehrenamtlichen das alles unentgeltlich machen. Auf diese Frage hat Christa Sieber ihre eigene Antwort gefunden. „Ich bin angekommen“, sagt sie.

 


Verstärkung im Hospizverein

Rita Hauptenbuchner

Rita Hauptenbuchner

Seit Januar hat Ute Hauptenbuchner, Einsatzleiterin im Hospizverein und gute Seele der Einrichtung, Unterstützung bekommen: Neben der hauptamtlichen Leitung arbeitet nun Rita Hauptenbuchner in Teilzeit ebenfalls in der Koordinationsstelle des Vereins. Die Namensgleichheit ist übrigens kein Zufall: Rita ist die Schwiegertochter von Uta Hauptenbuchner. Die 33-Jährige kommt aus Winhöring, ist gelernte Krankenschwester, Fachkraft für Palliative Care und Aroma-Praktikerin. Rita Hauptenbuchner arbeitet in der Neurologie im Krankenhaus in Altötting und nun eben als Koordinatorin im Altöttinger Hospizverein.− cts

 


 

Elektro Enzinger GmbH spendet für den Hospizverein

Neuötting. Die Elektro Enzinger GmbH Neuötting spendete für die neuen Räumlichkeiten des Hospizvereins einen neuen Kaffeevollautomaten.

Wir bedanken uns für diese großzügige Geste!


Lions Club spendet Auto

Mühldorf/Altötting. Der Lions Club Neuötting engagiert sich sozial auf breiter Ebene. Unter anderem hat er in den letzten zehn Jahren elf Autos für den Hospizverein Altötting gespendet. Jüngst fand die Übergabe des zwölften Fahrzeuges, eines Toyota-Aygo vom Autohaus Haslbeck Mühldorf, statt. Dass durch diese Spenden die so wichtige Mobilität der derzeit 42 ehrenamtlichen Mitarbeiter des Hospizvereins erst ermöglicht werde, betonte Prof. Dr. Michael R. Kraus (3.v.r.), der Vorsitzende des Hospizvereins, bei der Übergabe. Nur so könne garantiert werden, dass die schwerstkranken und sterbenden Patienten dort Hilfe bekommen, wo sie bis zuletzt ein erfülltes Leben führen können: bei sich zu Hause. Weiter im Bild (v.l.): Reinhold Haslbeck, Präsident des Lions Club Neuötting, Ute Hauptenbuchner, Koordinatorin des Hospizvereins, Dr. Jürgen Commeßmann, Vorsitzender des Lions Hilfswerks Neuötting e.V., und Dr. Johannes Spes, Leiter der Palliativmedizin Altötting. Text/Bild: uj

 

Spende für den Hospizverein

Kirchweidach. Freude herrschte bei Professor Dr. Dr. Michael Kraus als Vorsitzender des Hospizvereins Altötting. Professor Kraus konnte im Kooperatorhaus einen symbolischen Scheck über 1.000 Euro für die wichtige Arbeit des Hospizvereins entgegennehmen. Diese Spende überreichte die ehemalige Vorstandschaft des Katholischen Frauenbundes Kirchweidach. Wie Professor Kraus sagte, werde der Betrag auch in die Fortbildung der über vierzig ehrenamtlichen Helferinnen des Vereins investiert. Der Verein werde ausschließlich durch Spenden finanziert, um kranke Mitmenschen auf ihrem letzten Weg würdig zu begleiten. Auch würden die Angehörigen sehr intensiv betreut und nicht alleine gelassen. Unser Bild zeigt Professor Dr. Dr. Michael Kraus gemeinsam mit den ehemaligen Vorstandsmitgliedern des Frauenbundes bei der Scheckübergabe. Foto: Heckmann